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Defekte an Solarmodulen: Die häufigsten Fehlerbilder im Überblick

Sven Ullrich
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Wer regelmäßig Solaranlagen wartet, kennt das Szenario: Die Ertragsdaten eines Strings brechen plötzlich ein, ein Modul zeigt seltsame Verfärbungen, oder bei der Kontrolle der Anlage fällt eine verformte Anschlussdose auf. Nicht jeder Befund bedeutet sofort Gefahr. Doch manche Fehler entwickeln sich über Jahre schleichend und kosten am Ende bares Geld – oder schlimmer: Sie gefährden die Sicherheit. Für Solar- und Dachhandwerker ist es deshalb entscheidend, typische Modulfehler zuverlässig zu erkennen, ihre Relevanz einzuschätzen und zu wissen, wann sich eine Reparatur lohnt oder ein Austausch angeraten ist.

So lassen sich Defekte an PV-Modulen zuverlässig aufspüren

Die Werkzeuge zur Fehlererkennung sind vielfältig. Schon die einfache Sichtkontrolle kann viele Auffälligkeiten ans Licht bringen. Doch zahlreiche Defekte bleiben zunächst unsichtbar. Sie offenbaren sich erst bei genauerer Inspektion. So macht die Thermografie die Temperaturunterschiede auf der Moduloberfläche sichtbar. Sie zeigt Hotspots, defekte Bypassdioden oder hochohmige Verbindungen. Die Elektrolumineszenz (EL) schaut tief ins Modul hinein, bis auf die Zelle. Dabei wird der photoelektrische Effekt umgekehrt. Das Modul wird bestromt. Dadurch leuchten die Zellen im nahen Infrarotbereich. Bilder vom Modul mit speziellen Kameras, die in diesem Wellenbereich empfindlich sind, zeigen die Auffälligkeiten.

Denn intakte Bereiche der Zellen leuchten auf der Elektrolumineszenzaufnahme hell auf, da sie Licht emittieren. Defekte oder inaktive Zonen bleiben dunkel. Dieses Verfahren macht selbst feinste Mikrorisse, unterbrochene Lötverbindungen oder die charakteristischen Muster einer potenzialinduzierten Degradation sichtbar. Ergänzend liefern Kennlinienmessungen und die Auswertung von Monitoringdaten wichtige Hinweise auf Leistungsabweichungen, die auf Modulfehler hindeuten können.  

Eine einfache Möglichkeit ist auch die Fehlersuche mit dem Laser, die Solartektor entwickelt hat. Dabei schickt der Handwerker einen Laserstrahl auf das Modul. Dadurch wird ein gepulstes Signal erzeugt, das ein Empfänger am Ende des Strings in ein hörbares Signal umwandelt.

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