Graue Energie bewahren: Die nachhaltige Alternative zum Abriss
Das Thema graue Energie rückt auch in der Energieberaterszene immer mehr in den Fokus – es genügt längst nicht mehr, effiziente Rezepturen für Neubauprojekte und Sanierungen parat zu haben, die maximale Fördererlöse ermöglichen und sich über die Betriebsphase innerhalb einer möglichst kurzen Frist durch eingesparte Energiekosten finanziell „lohnen“, nein: Es geht im Sinne des nachhaltigen und ressourcenschonenden Bauens endlich verstärkt um die Kardinalsfrage, wie die Energie- oder Ökobilanz eines Gebäudes oder eines ganzen Quartiers aussieht, wenn auch die in der grauen Energie versteckten energetischen Aufwendungen mit in die Rechnung einbezogen werden. Also wenn der gesamte, der umfassende Lebenszyklus von Hochbauprojekten mit allen anverwandten Aspekten bei der Suche nach der „effizientesten Lösung“ einfließt.
Insbesondere bei der Frage, ob Abriss und Neubau diesbezüglich vorteilhafter sind als eine umfassende und durchdachte Sanierung; respektive, ob der Bau von Einfamilienhäuschen heutzutage energiebilanziell und ökologisch besehen im Vergleich nicht eher dem Kauf eines SUV gleichkommt, der – egal ob elektrifiziert, hybrid oder komplett fossil unterwegs – unterm Strich weitaus mehr Ressourcen in Anspruch nimmt als jeder andere Pkw. Der Verbrauch eines SUV auf hundert Kilometer beziehungsweise der jährliche Energiebedarf eines Einfamilienhauses ist dabei nur ein Aspekt.
