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GMG: Rückenwind für Solarthermie – Kritik am CO2-Preis

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Das Bundeskabinett hat am 13. Mai 2026 das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) beschlossen. Für die Solarthermie-Branche enthält das neue „Heizungsgesetz" eine erfreuliche Neuerung: Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer können die vorgeschriebene „Biotreppe" künftig auch durch den Einsatz von Solarkollektoren zur Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung erfüllen. Der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) begrüßt die Regelung als Schritt zu mehr Technologieoffenheit im Wärmesektor.

Solarthermie als vollwertige Alternative

Die Biotreppe verpflichtet Eigentümer, bei neuen Gas- oder Ölheizungen schrittweise steigende Anteile erneuerbarer Energien nachzuweisen. Dass Solarkollektoren diese Anforderung künftig erfüllen können, wertet der BSW-Solar als wichtiges Signal. „Solarthermie-Anlagen müssen einen Vergleich ihrer Emissionsbilanz mit Bioenergie keineswegs scheuen", erklärt der Verband. Besonders empfehlenswert sei die Kombination von Solaranlagen mit Wärmepumpen oder Bioenergie.

Der Verband fordert im weiteren parlamentarischen Verfahren jedoch Nachbesserungen: Der Nachweis solarer Deckungsanteile müsse vereinfacht werden. Maßgeblich für die Bewertung solle künftig der tatsächliche Wärmeertrag eines Kollektors sein – nicht mehr dessen Fläche.

Kritik am eingefrorenen CO2-Preis

Deutliche Kritik übt der BSW-Solar an der parallel getroffenen Entscheidung des Koalitionsausschusses, den CO2-Preis 2027 für ein weiteres Jahr auf einen Preiskorridor von 55 bis 65 Euro pro Tonne einzufrieren. Diese Spanne liege weit unter den tatsächlichen Gesundheits-, Umwelt- und Klimafolgekosten fossiler Energien.

BSW-Hauptgeschäftsführer Carsten Körnig mahnt: „Durch das Ausbremsen der CO2-Bepreisung wird ein zentrales Klimaschutzinstrument geschwächt. Für Investitionen in die Modernisierung unserer Energieversorgung braucht es vielmehr verlässliche Rahmenbedingungen. Ständiges energiepolitisches Hin und Her bremst den dringend notwendigen Wandel in deutschen Heizungskellern."

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