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Heizungsarmaturenindustrie sieht Erholung und fordert Fokus auf Kühlung

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Die Heizungsarmaturenindustrie verzeichnete im ersten Halbjahr 2026 einen Umsatzrückgang von 7 Prozent. Besonders das Auslandsgeschäft entwickelte sich schwach, aber auch im Inland sanken die Umsätze nach einem bereits verhaltenen Vorjahr nochmals um 3 Prozent. Gleichzeitig lagen die Auftragseingänge seit mehreren Monaten im Plus und übertrafen das Vorjahresniveau im ersten Halbjahr insgesamt um 9 Prozent.

Auftragseingänge signalisieren vorsichtigen Optimismus

Michael Muerköster, Vorsitzender des VDMA Lenkungsausschusses Heizungsarmaturen, ordnet die Lage ein: „Die Entwicklung bei den Auftragseingängen macht uns vorsichtig optimistisch. Dennoch bleibt die Situation herausfordernd und viele Modernisierungsvorhaben werden weiterhin aufgeschoben." Zugleich verweist er auf veränderte Anforderungen an Gebäude: „Angesichts zunehmender Hitzetage rückt auch die Kühlung immer stärker in den Fokus."

Wassergeführte Systeme verbinden Heizen und Kühlen

Die Branche sieht in wassergeführten Systemen eine bewährte Lösung, um beide Anforderungen in einem Gesamtsystem zusammenzuführen. Gebäude sollen demnach im Winter effizient beheizt und im Sommer komfortabel gekühlt werden können. Muerköster betont: „Wassergeführte Heiz- und Kühlsysteme verfügen über enormes Potenzial für die Gebäude der Zukunft. Sie verbinden Energieeffizienz mit Komfort und können einen wichtigen Beitrag leisten, um Gebäude auf veränderte klimatische Bedingungen vorzubereiten."

Gebäudebestand bietet erhebliche Effizienzpotenziale

Besonders groß schätzt die Branche das Potenzial im Bestand ein. Zahlreiche Gebäude verfügen bereits über wassergeführte Systeme, die sich mit vergleichsweise geringem Aufwand optimieren lassen. Maßnahmen wie moderne Heizungsarmaturen, intelligente Regelungstechnik, hydraulischer Abgleich oder der Austausch veralteter Thermostatventile verbessern die Leistungsfähigkeit bestehender Anlagen – sowohl für die Wärmeversorgung im Winter als auch für Kühlanwendungen im Sommer.

Dr. Laura Dorfer, Geschäftsführerin VDMA Armaturen, erläutert: „Gerade im Gebäudebestand schlummern erhebliche Effizienzpotenziale. Viele Maßnahmen lassen sich schnell umsetzen und sorgen dafür, dass bestehende Systeme wirtschaftlicher arbeiten. Wer heute modernisiert, schafft die Grundlage für mehr Effizienz, mehr Komfort und eine zukunftsfähige Nutzung von Gebäuden."

Die positiven Auftragseingänge wertet die Branche als Hinweis auf eine wieder zunehmende Modernisierungsbereitschaft. Dorfer resümiert: „Die Technologien sind vorhanden und vielfach bewährt. Jetzt kommt es darauf an, die Potenziale stärker zu nutzen und Gebäude fit für heiße Sommer und kalte Winter zu machen."

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