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Architekturbarometer: Zuversicht für 2026 bei schwacher Ausgangslage

Die jüngste Erhebung unseres USP-Architekturbarometers zeigt auch zum Ende des vierten Quartals 2025 eine weiter rückläufige Konjunktur bei Architekturfirmen. Insgesamt blicken die in den ersten Wochen von 2026 befragten deutschen Architekturprofis aber recht zuversichtlich ins Jahr 2026. Das hat seinen Grund: Im europäischen Vergleich sind die deutschen Architekturbüros trotz dieser verhaltenen Lage in mancher Hinsicht wesentlich besser aufgestellt als ihre Branchenkollegen in vielen der neun übrigen untersuchten Länder.

Auftragsbarometer ging mit dem zehnten Rückgang in Folge aus 2025

Die USP-Gruppe, zu der das Düsseldorfer Marktforschungsunternehmen BauInfoConsult gehört, misst seit 2009 jedes Quartal die Auftragskonjunktur bei Architekturfirmen in mehreren europäischen Märkten. Der Auftragsbarometer der deutschen Architekturfirmen ist im vierten Quartal 2025 erneut leicht gesunken – um 4 Punkte auf einen Wert von 554 Zählern. Damit markierte der langjährige Frühindikator für die Baukonjunktur den zehnten Quartalsrückgang in Folge seit Q3 2023.

Europäische Brille: Deutschlands Bauwirtschaft besticht trotz Schwächen durch Stabilität

Auch wenn die deutsche Bauwirtschaft weiter stockt, besticht die Lage im europäischen Vergleich durch eine gewisse Robustheit. Gerade der Blick auf die Auftragslage der Architekturbüros macht deutlich, dass vor allem in Westeuropa die aktuelle Baukonjunktur einen fragileren und sehr viel volatileren Eindruck macht.

So berichten die deutschen Architekturbüros am seltensten von beauftragten Projekten, die im Nachhinein gestrichen wurden. In Deutschland ist das im vierten Quartal nur bei jedem zehnten Büro vorgekommen – schlimm genug, doch in den übrigen neun Ländern liegt die Quote deutlich höher – bei den Spitzenreitern Frankreich und Großbritannien betraf es sogar jedes zweite der dort befragten Büros.

Was die Zuversicht für das kommende Jahr angeht, erreichen die deutschen Planer ebenfalls einen guten Platz im Mittelfeld: Nur 9 Prozent der deutschen Architekturbüros können sich vorstellen, in einem Jahr ohne Aufträge dazustehen. Noch deutlich ausgeprägter ist der Optimismus nur bei den Firmen in Dänemark und Spanien. Negative Spitzenreiter sind dagegen Italien und UK; wo jeweils jeder dritte Architekturprofi für Ende 2026 das Schlimmste befürchtet.

„Unterm Strich geben die Entwicklungen für die europäische Architekturszene Grund für Optimismus“, kommentiert USP-Studienleiter Jeroen de Gruijl die aktuellen Resultate. „Viele Indikatoren deuten auf Wachstum. In Deutschland ist nach wie vor Stagnation zu sehen. Mehrere Indikatoren wie Architektenerwartung, Baugenehmigungen oder das BIP entwickeln sich erkennbar positiv, aber die Architektur-Auftragslage und weitere Indikatoren wie Verbraucher- und Geschäftsklima sind noch von einer verhaltenen Trendentwicklung geprägt.“

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