Mein Weg ins Handwerk: Vier Frauen erzählen ihre Geschichte
Nur jeder fünfte neue Ausbildungsvertrag im Handwerk der Region Stuttgart ist von einer Frau unterschrieben. In den Köpfen vieler Menschen gelten handwerklich-technische Berufe nach wie vor als Männerdomäne. Dabei zeigen regelmäßig Handwerkerinnen, dass sie erfolgreich sind: Als jahrgangsbeste Gesellinnen, als Bestmeisterinnen oder als Unternehmerinnen. Es gibt nicht den einen Weg, der ins Handwerk führt. Um anderen Frauen Mut zu machen, ihren Weg ins Handwerk zu finden, erzählen vier Frauen ihre Geschichte.
Sophie Renfftlen – Selbstbewusst ins Schreinerhandwerk
Ihre handwerklich geprägte Familie weckte schon früh in Sophie Renfftlen aus Göppingen die Neugierde fürs Handwerk. Ihr Großvater, selbst Gipser, ermutigte sie, selbstständig und unabhängig zu sein. In den Berufsorientierungsgesprächen in der Realschule hieß es hingegen häufig, man solle doch noch weiter zur Schule gehen, um dann studieren zu können. Das kam für Sophie Renfftlen aber nicht in Frage. Sie wollte endlich praktisch arbeiten und einen Beruf lernen.

