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Pellets verteuern sich zum Heizstart nur leicht

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Das Deutsche Pelletinstitut (DEPI) ermittelt für Oktober 2026 einen bundesweiten Durchschnittspreis von 464,61 Euro pro Tonne Pellets bei einer Abnahme von 6 Tonnen. Das entspricht 9,29 Cent pro Kilowattstunde Wärme. Gegenüber dem Vormonat steigt der Preis um rund 2,3 Prozent. Im September lag das Plus noch bei 6,2 Prozent. Heizöl ist fast doppelt so teuer. Der Preisvorteil der Pellets gegenüber Heizöl liegt bei rund 45 Prozent, gegenüber Erdgas bei rund 21 Prozent.

Pelletheizer sparen über 1.000 Euro im Jahr

Über ein ganzes Jahr betrachtet, fällt der Kostenvorteil noch deutlicher aus. Wer mit Pellets statt mit Öl heizt, spart auf Basis der Oktoberwerte 2.314 Euro. Gegenüber Erdgas sind es 1.140 Euro.

„Die Preislage spricht weiter dafür, das Pelletlager nach individuellem Bedarf aufzufüllen. Viele Pelletheizer scheinen das bereits zu beherzigen“, sagt Martin Bentele, Geschäftsführer des DEPI.

Schwache Bautätigkeit beeinflusst den Pelletpreis

Hinter dem Preisanstieg steht die angespannte Lage am Holzmarkt. Pellets entstehen überwiegend aus Sägenebenprodukten. Deren Menge hängt vom Einschnitt in den Sägewerken ab. Die Nachfrage nach Schnittholz ist schwach. Viele Betriebe haben deshalb ihre Produktion gedrosselt. Entsprechend fällt weniger Restholz an. Damit wirkt sich die schwache Bautätigkeit auf den Pelletpreis aus.

Preisvorteil gegenüber Heizöl erreicht Höchstwert

Eine Auswertung des DEPI zeigt, wie sich der Preisvorteil von Pellets gegenüber Heizöl zwischen Oktober 2025 und Oktober 2026 entwickelt hat. Im Oktober 2025 lag er bei 17,9 Prozent, im November bei 19,5 Prozent. Im Dezember sank er auf 12,1 Prozent, im Januar 2026 lag er bei 12,4 Prozent. Im Februar erreichte er mit 9,3 Prozent den niedrigsten Wert im Betrachtungszeitraum.

Im März 2026 sprang der Preisvorteil auf 38,5 Prozent und stieg im April auf 43,2 Prozent. Danach schwankte er: 40,3 Prozent im Mai, 36,2 Prozent im Juni, 41,9 Prozent im Juli und 37,5 Prozent im August. Im September kletterte er auf 44,6 Prozent. Mit 45,4 Prozent im Oktober 2026 erreicht er den höchsten Wert der vergangenen zwölf Monate. Die Grafik (oben) basiert auf Daten des DEPI, von esyoil und FUELS|LUBES|ENERGY.

Süddeutsche zahlen am meisten

Regional unterscheiden sich die Pelletpreise im Oktober 2026 bei einer Abnahmemenge von 6 Tonnen nur leicht. In Mitteldeutschland kostet die Tonne 462,84 Euro. Es folgen Nord- und Ostdeutschland mit 464,93 Euro pro Tonne. In Süddeutschland liegt der Preis bei 466,81 Euro pro Tonne.

Größere Mengen von 26 Tonnen kosten im Oktober 2026 in Nord- und Ostdeutschland 442,83 Euro pro Tonne, in Mitteldeutschland 443,53 Euro pro Tonne und in Süddeutschland 451,23 Euro pro Tonne. Alle Preise enthalten die Mehrwertsteuer.

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