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So heizt und lüftet Deutschland

Das eigene Heiz- und Lüftungsverhalten hat einen großen Einfluss auf den Wärmeverbrauch in den eigenen vier Wänden und die dadurch entstehenden Heizkosten – das wissen 93% der Einwohner in Deutschland.

Rund 40% sind zudem überzeugt, sich in Sachen Heizen und Lüften optimal zu verhalten. Das zeigt eine aktuelle Studie von Techem, einem Serviceanbieter für smarte und nachhaltige Gebäude. Zwei Drittel (65%) der Befragten schätzen ihren Wissensstand in diesem Bereich als gut bis sehr gut ein.

Doch wie ist es wirklich um das Heiz- und Lüftungsverhalten in Deutschlands Haushalten bestellt? Mit dem Start in die Heizperiode lohnt es sich, die Gewohnheiten in den Blick zu nehmen.

Stoßlüften schlägt gekippte Fenster

Tatsächlich setzen 72% der Befragten auf Stoßlüften statt auf dauerhaftes Kippen der Fenster, und 68% räumen ihre Heizkörper frei, um für eine optimale Wärmeverteilung zu sorgen.

Doch während sie über die gängigsten Maßnahmen zum cleveren Heizen und Lüften gut informiert sind, besteht bei anderen wirkungsvollen Maßnahmen noch Nachholbedarf. So entlüften nur 42% der Befragten regelmäßig ihre Heizkörper und 54% wissen nicht, dass sich im Winter durch das Schließen von Rollos oder Vorhängen der Wärmeverlust über die Fenster reduzieren lässt.

Zudem schätzen sie das Einsparpotenzial, das durch das Absenken der Temperatur um ein Grad entsteht, mehrheitlich falsch ein. Dabei spart jedes Grad ca. 6% Energie.

Einstellung der Thermostatventile

Entscheidend für energiesparendes Heizen ist die richtige Einstellung der Thermostatventile. Techem empfiehlt für Wohn- und Kinderzimmer sowie das Bad eine Raumtemperatur von 20 bis 22 Grad. Diese Temperaturen erreicht man mit Stufe 3 bis 4 am Thermostat. Im Schlafzimmer und in der Küche reichen 17 bzw. 18 bis 20 Grad aus, für die Stufe 2 bis 3 eingestellt werden sollte.

Die Studie zeigt, dass dies auch die Wohlfühltemperaturen der Bewohner in Deutschland sind. Gleichwohl wissen 41% der Befragten nicht, wie die Ventile an ihren Heizungen eingestellt sind, und heizen so womöglich über ihren Bedarf hinaus. Smarte Thermostate oder Regeltechnik, die beim Einhalten der Wunschtemperatur helfen, nutzen sogar nur 11% der Umfrageteilnehmer.

Regelmäßiges Lüften verändert das Wärmeempfinden

Mindestens genauso wichtig wie die richtige Raumtemperatur ist regelmäßiges Lüften. Denn das verbessert die Luftqualität, führt Luftfeuchtigkeit ab und verändert dadurch auch das Wärmeempfinden. Die Mehrheit der Bewohner (58%) setzt im Alltag ganz richtig auf Stoßlüften, indem sie das Fenster komplett öffnet und mehrere Zimmer gleichzeitig quer lüftet (51%).

Dabei schalten die Befragten Heizungen in der Nähe von Fenstern komplett aus (35%) oder drehen sie herunter (35%). Lediglich 26% stellen Fenster zum Lüften auf Kipp. Frauen verhalten sich in dieser Hinsicht etwas vorbildlicher als Männer.

„Ein Durchschnittshaushalt verbraucht rund 85% seiner Energie für Heizwärme und Warmwasser und nur ca. 15% für Strom. Verbraucher können mit dem richtigen Heiz- und Lüftungsverhalten einiges tun, um Energie und damit auch CO2 zu sparen.

Die Umfrage zeigt, dass die Befragten schon viel richtig machen und das lohnt sich: Bereits 15% Energieeinsparung bedeuten pro Jahr schon einige Euro mehr im Geldbeutel – und auch die Umwelt profitiert durch die Vermeidung von CO2. Die Bewohner müssen jedoch umfassend über richtiges Verhalten informiert sein, denn nur wer seinen Verbrauch kennt, kann ihn verändern“, sagt Oliver Rausch, Energie- und Effizienzberater bei Techem.

Mehr Informationen zu Heizverhalten gewünscht

Tatsächlich wünschen sich die Befragten genau das: Gut die Hälfte hat Interesse an grundsätzlichen Informationen zum richtigem Heizen und Lüften (47%) sowie daran, regelmäßig Einblick in die eigenen Verbräuche nehmen zu können (46%). Letzteres kann dabei helfen, sich einen besseren Überblick über den eigenen Wärmeverbrauch zu verschaffen und sein Verhalten auch kurzfristig anzupassen.

Am meisten erwarten sie diese Informationen von ihrem Energieanbieter (56%), gefolgt von Stiftung Warentest oder der Verbraucherzentrale (je 51´%). 

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