Gefahrstoffe am Arbeitsplatz: Risiken erkennen und vorbeugen

Im Arbeitsalltag begegnen vielen Beschäftigten Stoffe, die gesundheitsschädlich sein können. Von Staub über Lösungsmittel bis hin zu Gasen – die Vielfalt an potenziell gefährlichen Substanzen ist groß. Die deutsche Gefahrstoffverordnung (GefStoffV) legt verbindliche Regeln für den Umgang, die Kennzeichnung und die Schutzmaßnahmen fest.
Was sind Gefahrstoffe?
Gefahrstoffe umfassen alle Stoffe und Gemische, die beim Einatmen, beim Verschlucken oder bei Hautkontakt gesundheitliche Schäden verursachen können. Dazu zählen feste Stoffe wie Stäube, flüssige Chemikalien wie Lösungsmittel oder gasförmige Substanzen wie Kohlenmonoxid. Die Gefährdung kann physikalisch sein – zum Beispiel durch explosive oder entzündbare Stoffe – oder gesundheitlich durch Toxizität, Reizwirkung oder Sensibilisierung.
In der Praxis begegnen Beschäftigte häufig Mischformen. Beispielsweise kann Lackstaub, der beim Schleifen entsteht, nicht nur mechanisch die Atemwege reizen, sondern auch giftige Lösungsmittelreste enthalten. Daher muss die Bewertung von Gefahrstoffen immer alle relevanten Eigenschaften berücksichtigen.
