3,5 Tonner Kastenwagen: 13 Modelle in der Marktübersicht

Den großen Kastenwagen als 3,5-Tonner hat jede namhafte Marke im Programm, um im Massenmarkt der leichten Nutzfahrzeuge Flagge zu zeigen. Längst haben die Hersteller ihr Transporterprogramm dahingehend erweitert, dass es nicht nur eine kleine Auswahl an Karosseriegrößen gibt, für die auch ein Elektroantrieb gewählt werden kann. Vielmehr macht es inzwischen die Logistik in der Baukastenfertigung auch für Transporter möglich, dass Karosserielängen und Dachhöhen sowie Verbrennerantrieb oder Elektromotor in vielen Konfigurationen miteinander kombiniert werden können.
Interessenten für ein Neufahrzeug verschaffen sich am besten einen Überblick dazu, indem sie einen Webkonfigurator nutzen, der mittlerweile für viele Modelle online bereitgestellt wird. Eine Zusammenstellung der wichtigsten Transporter in der 3,5-Tonnen-Klasse bietet die Tabelle auf den Folgeseiten.
Das Testangebot nutzen
Mögen lediglich Dieselfahrzeuge in der Vergangenheit eine Chance im Fuhrpark des Handwerksbetriebes gehabt haben, so gilt es jetzt, Argumente pro Diesel oder pro E-Antrieb neu zu bewerten – per Testfahrten einschließlich Beratung. War beispielsweise der höhere Anschaffungspreis für den E-Transporter lange ein großes Hindernis, so dürften mittlerweile attraktive Leasingkonditionen daran Zweifel aufkommen lassen. Und es könnte Mitbewerber in der Region bzw. Unternehmer im Bekanntenkreis geben, die bereits Fakten geschaffen und herausgefunden haben, für welche Zwecke der Transporter als Stromer gut einsetzbar ist. Als ersten Schritt für eine zeitnahe Neubewertung bieten sich im Web Vergleichsmöglichkeiten zwischen den Antriebsvarianten, die sich über eine Suchmaschine finden lassen (Stichworte: Diesel oder Elektro Kostenrechner).
Reichweitenangst ist nicht mehr begründet
Die Reichweitenangst beim E-Antrieb wegen einer allzu schwachen Batteriekapazität dürfte heute keine Rolle mehr spielen. Leistungssteigerungen der Akkus haben dies bewirkt. Hunderte Kilometer sind mittlerweile unter normalen Bedingungen mit der Startladung eines großen Powerpacks möglich, ohne dass der Akku aufgefrischt werden muss. Dennoch sei angemerkt: Wenn in den technischen Daten eine Reichweite von beispielsweise 300 km nach dem aktuellen Messprotokoll WLTP (Worldwide Harmonized Light-Duty Vehicles Test Procedere) angegeben wird, ist man für die realistische Einschätzung mit der Daumenregel „minus 100 km“ noch immer gut beraten. Denn man kann davon ausgehen, dass die werkseitig genannte Reichweite den Idealfall zugrunde legt und dass sich bei Kälte, Dunkelheit und forscher Fahrweise der zur Verfügung stehende Energievorrat teils drastisch reduzieren kann.
Schnellladung hält den E-Transporter mobil
Muss man unterwegs dem Akku zu neuer Kraft verhelfen, wird mancher die Zeit an der Ladesäule möglichst knapp halten wollen. Daher bedarf es dann keiner öffentlichen Ladesäule „Typ 2“, sondern einer Schnellladesäule – deren Standorte allerdings in der Minderzahl sind. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass der Transporter über die Schnellladetechnik gemäß CCS-Standard (Combined Charging System) verfügt. Das ist in der Grundausstattung nicht immer gegeben, denn diese Technik macht sich im Aufpreis bemerkbar.

