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Pelletpreisentwicklung: Die Tonne Holzpellets steigt auf 682,98 Euro

Der Pelletpreis war im letzten Jahrzehnt von einer geringen Dynamik geprägt. Die durchschnittliche jährliche Preissteigerung für Pellets zwischen den Jahren 2012 bis 2021 lag bei nur 0,24 Prozent; inflationsbereinigt war sogar ein Preisrückgang von 1,44 Prozent zu verzeichnen. Während dieser Zeit gab es einige deutliche Preissprünge, vor allem beim Heizöl, ohne dass der Pelletpreis hierauf reagiert hätte. Das zeigt: Einen direkten Zusammenhang zwischen der Preisentwicklung von Pellets und fossilen Brennstoffen gibt es nicht.

Sprunghafte Nachfrage nach Pelletheizungen regelt Pelletpreisentwicklung

Es ist im Sommer 2022 außergewöhnlich, dass der Pelletpreis weiter steigt, da er um diese Jahreszeit normalerweise rückläufig ist. Die Gründe für einen Anstieg der Pelletpreise liegen diese Jahr in den kriegsbedingten globalen Verwerfungen der Energiemärkte, deren Auswirkungen auch den Pelletmarkt treffen. Angesichts einer weiterhin zufriedenstellenden Rohstofflage in Deutschland ist die aktuelle Preissteigerung im Wesentlichen auf eine sprunghaft angestiegene Pellet Nachfrage sowie erhöhte Kosten bei Produktion und Transport der Holzpresslinge zurückzuführen – Ursachen, die allgemein für die bei vielen Produkten in Deutschland festzustellende Verteuerung gelten.

Gründe für hohen Pelletpreis sind:

1. die sprunghaft erhöhte Nachfrage nach Pelletheizungen, da

  • faktisch ein zeitnaher Abschied von Öl- und Gasheizungen ansteht, deren Installation der Gesetzgeber ab 2024 plant, erheblich zu erschweren.

  • Durchschnittspreis für Heizöl und Gas drastisch angestiegen ist;

  • die Versorgung für Energieträger wie fossile Brennstoffe unsicher geworden ist.

2. eine allgemeinen Bevorratungsdynamik: Viele Heizungsbetreiber bestellen Pellets auch ohne akuten Bedarf;

3. die erhebliche Kostensteigerung bei Produktion und Anlieferung von Pellets durch hohe Strompreise für Pelletwerke sowie auf Handelsseite zusätzlich hohe Spritpreise sorgen für einen erhöhten Durchschnittspreis.

Eine Aussage dazu, wann sich die Situation auf dem Pelletmarkt beruhigt, ist angesichts der aktuellen Verunsicherung der Energiemärkte schwerlich möglich. Betreibern von Pelletheizungen kann momentan dazu geraten werden, nur bei Bedarf das Lager mit der notwendigen Menge Pellets aufzufüllen und die weitere Preisentwicklung zu beobachten.

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