So funktioniert die serielle Vorfertigung im SHK-Handwerk
Stelle man sich eine größere Wohnanlage vor: 60 Wohnungen, alle mit Bad, Küche, Steigsträngen, Technikraum im Keller. Früher hieß das für den SHK-Betrieb: immer wieder aufs Neue auf jeder Etage und in jeder Wohnung Rohre zuschneiden, schlitzen, bohren, Vorwände aus Einzelteilen montieren, Leitungen improvisiert durch Schächte führen, ständig Material suchen, ständig mit anderen Gewerken diskutieren, wer zuerst dran ist. Jede Wohnung wurde zum Einzelprojekt.
In vielen Fällen läuft das heute anders. Da kommen auf einmal ganze Installationswände oder sogar komplette Bäder am Stück zur Baustelle. Ein Kran setzt das Modul an seinen Platz, ein Montagetrupp richtet es aus, verschraubt es, schließt ein paar vorbereitete Anschlusspunkte an – und das war's für diesen Strang oder dieses Bad. Den Rest übernehmen Trockenbau, Fliesenleger und Maler.
Diese Arbeitsweise nennt man serielle Vorfertigung. Sie verändert nicht nur den Bauablauf, sondern auch den Alltag von Monteuren und Azubis. Hinter dem scheinbar einfachen Modul hinstellen und anschließen steckt ein ziemlich ausgeklügeltes System aus Planung, Fertigung, Logistik und Montage.


