One River North: Thermoplastischen Randverbund für starken Temperaturwechsel

Im River North Art District in Denver entstand mit One River North ein Wohngebäude mit 16 Stockwerken. MAD Architects entwarf das Haus unter Leitung von Ma Yansong. Das 2024 fertiggestellte Projekt umfasst 31.865 Quadratmeter Gesamtfläche, 187 Mietwohnungen und mehr als 800 Quadratmeter Einzelhandelsfläche. Prägend ist ein künstlicher Canyon, der die Glasfassade durchbricht und die Gebäudefront öffnet.
Gebäude bringt Natur in die Stadt
Das Gebäude greift Formationen aus Colorado auf. Der Canyon in der Fassade nimmt mehr als 13.000 Quadratmeter begrünte Terrassen auf. Eine Außentreppe verbindet die Stockwerke durch diesen Einschnitt. Die Bepflanzung folgt den Höhenzonen der Landschaft Colorados. In den unteren Bereichen wachsen Gräser und Kakteen, in den höheren Ebenen Nadelbäume. Das Gebäude verbindet damit Wohnnutzung und Außenräume in einer durchgehenden Fassadenfigur.
Fassade setzt auf mehr als 700 Paneele
Die Umsetzung des Canyons verlangte ein digitales Planungsmodell. Daraus entstand ein Bauprojekt mit mehr als 700 einzelnen Paneelen. Ein Gitter aus CNC-gebogenen verzinkten Stäben formte die skulpturalen Wände. Metallgewebe und Struktur-Putz ummanteln diese Konstruktion.
Für die Structural-Glazing-Fassade kamen mehr als 3.460 Isolierglaseinheiten zum Einsatz. Die Verglasung umfasst 8.200 Quadratmeter. Im Randverbund sitzt das Warme-Kante-System Ködispace 4SG von H.B. Fuller | KÖMMERLING. Das System vereint Abstandhalter, Trockenmittel und Primärversiegelung in einer Komponente. Roboter applizieren es vollautomatisch. Es verbindet sich chemisch mit der Glasoberfläche und mit der Silikonsekundärversiegelung. So entsteht ein flexibler und belastbarer Randverbund. Die schwarze Farbe des Dichtstoffs reflektiert die Rahmenfarbe und lässt den Scheibenzwischenraum nahezu unsichtbar erscheinen.
Randverbund gleicht Temperatursprünge aus
Colorado stellt hohe Anforderungen an die Gebäudehülle. In Denver schwanken die Temperaturen stark zwischen Tag und Nacht sowie zwischen den Jahreszeiten. Im Sommer erreicht das Thermometer tagsüber bis zu 40 Grad. In schneereichen Wintern fallen die Temperaturen bei Kaltlufteinbrüchen auf -20 Grad. Diese Belastungen erfordern Isolierglaselemente mit einem robusten Randverbund.
Christian Scherer, Head of Business Development Glass bei H.B. Fuller | KÖMMERLING, resümiert: „Das Warme-Kante-System Ködispace 4SG ist ideal für Projekte in Regionen mit extremen Temperaturschwankungen wie beispielsweise Colorado. Durch die Flexibilität des butylbasierten Materials kann Ködispace 4SG die mechanischen Belastungen, welche durch die großen Temperaturunterschiede auftreten, wesentlich besser kompensieren und sorgt dadurch für eine zuverlässige Gasabdichtung. So bleibt die Energieeffizienz der Isoliergläser dauerhaft erhalten."
Verglasung verbindet Wärmeschutz und Dauerhaftigkeit
Die Fassade kombiniert Solarban® Acuity® Glas von Vitro, SentryGlasPlus® Zwischenschicht von Kuraray und Ködispace 4SG von H.B. Fuller | KÖMMERLING. Diese Kombination bildet den Verglasungsaufbau der Structural-Glazing-Fassade. Millet Glass Industry® fertigte das Isolierglas.
Bautafel
Gebäude: One River North
Adresse: 3930 Blake St, Denver, CO 80205, USA
Bauherr: Max Collaborative, Uplands Real Estate Partners, Wynne Yasmer Real Estate und Zakhem Real Estate Group
Architekt: MAD Architects
Fertigstellung: 2024
Projektvolumen: 31.865 m² Gesamtfläche, 3.460 Isolierglaseinheiten, 8.200 m² Verglasung
Warme Kante in der Glasfassade: H.B. Fuller | KÖMMERLING Ködispace 4SG
Glasprodukte: Solarban® Acuity® von Vitro, SentryGlasPlus® von Kuraray Isolierglasherstellung: Millet Glass Industry®
