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Wärmewende nimmt Fahrt auf: Erstmals mehr Wärmepumpen als Gasheizungen verkauft

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Die Wärmewende im deutschen Gebäudesektor gewinnt an Dynamik. Das zeigt der Updatebericht April des dena-Gebäudereports 2026. Erstmals wurden 2025 mehr Wärmepumpen als Gasheizungen verkauft – ein historischer Einschnitt am deutschen Heizungsmarkt.

Wärmepumpe überholt Gasheizung

Der Marktanteil von Wärmepumpen stieg 2025 von 27 auf 48 Prozent – rund 299.000 Anlagen wurden verkauft. Der Anteil von Gasheizungen sank gleichzeitig auf 44 Prozent. Rund 85 Prozent aller BEG-Fördermaßnahmen für Wärmeerzeuger entfielen auf Wärmepumpen. Die Gesamtzahl geförderter Maßnahmen für Wohngebäude stieg 2025 gegenüber dem Vorjahr um 47 Prozent auf 537.787 Maßnahmen.

dena-Geschäftsführerin Corinna Enders sieht darin ein klares Signal: „Die neuen Zahlen verdeutlichen, wie Deutschland seine Abhängigkeit von Energiepreisschwankungen bei Öl und Gas reduzieren kann. Das Heizen mit Wärmepumpen wird zunehmend angenommen."

Serielles Sanieren vor dem Durchbruch

Ein weiteres Wachstumsfeld ist die serielle Sanierung. Über 1.000 Förderanträge für Projekte mit vorgefertigten Fassadenelementen wurden 2025 bewilligt – das entspricht mehr als 6.000 Wohneinheiten und einem Anteil von rund 24 Prozent aller Effizienzhaus-55- und Effizienzhaus-40-Projekte. Nach dena-Schätzungen sind rund 30 Prozent aller Bestandsgebäude für serielle Sanierungen geeignet, was dem Ansatz eine zentrale Rolle für die Transformation des Gebäudesektors gibt.

⇒ Zum dena-Gebäudereport 2026 – Updatebericht April

Kommunale Wärmeplanung schreitet voran

Auch auf kommunaler Ebene gibt es Fortschritte. Rund 56 Prozent der großen Kommunen mit über 100.000 Einwohnern haben ihre Wärmeplanung bereits abgeschlossen, 44 Prozent befinden sich im Prozess. Bei mittleren Kommunen zwischen 10.000 und 100.000 Einwohnern haben 84 Prozent die Planung begonnen oder abgeschlossen. Selbst bei kleinen Gemeinden unter 10.000 Einwohnern ist bereits knapp die Hälfte im Prozess – obwohl deren Frist erst Mitte 2028 endet.

Verlässlicher Rahmen bleibt entscheidend

Trotz der positiven Signale mahnt Enders zur Vorsicht: Der Wärme- und Endenergieverbrauch in Gebäuden sei in den vergangenen Jahren zwar leicht gesunken, jedoch nicht schnell genug, um die Klimaziele im Gebäudebereich zu erreichen. „Entscheidend sind jetzt ein verlässlicher regulatorischer Rahmen und eine stabile Förderlandschaft. Gerade die schnelle Umsetzung des Gebäudemodernisierungsgesetzes ist zentral."

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