BEG-Förderung: Wärmepumpen mit großem Abstand vorn

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) hat sein aktuelles Reporting zur Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) veröffentlicht. Die Auswertung umfasst das zweite Quartal 2026 und ermöglicht zugleich einen Blick auf die Bilanz des ersten Halbjahres.
Von Januar bis Juni 2026 wurden insgesamt 335.117 Sanierungsmaßnahmen im Rahmen der BEG erfasst. Den größten Anteil hatten Einzelmaßnahmen: Auf Wohngebäude entfielen 318.130 Maßnahmen, bei Nichtwohngebäuden waren es 10.197 Maßnahmen. Die Programme zur Sanierung von Wohn- und Nichtwohngebäuden nach Effizienzhaus- beziehungsweise Effizienzgebäude-Standard kamen zusammen auf 6.790 Maßnahmen.
Wärmepumpen dominieren nun auch die Sanierung
Besonders gefragt waren Einzelmaßnahmen zur Wärmeerzeugung in Wohngebäuden. Im ersten Halbjahr 2026 wurden in diesem Bereich 203.989 Maßnahmen gefördert. Davon entfielen 182.114 auf Wärmepumpen. Ihr Anteil lag damit bei 89,28 Prozent.
Mit weitem Abstand folgte Biomasse: Für entsprechende Heizungen wurden 12.360 Maßnahmen gezählt, was einem Anteil von 6,06 Prozent entspricht. Solarthermie kam auf 5.950 Maßnahmen, der Anschluss an ein Gebäude- oder Wärmenetz auf 3.980. Wasserstofffähige Heizungen spielten mit 75 Maßnahmen weiterhin kaum eine Rolle.
Auch gegenüber dem ersten Quartal stieg die Zahl der geförderten Wärmepumpenmaßnahmen: Von Januar bis März waren es 79.466, im zweiten Quartal kamen rechnerisch weitere 102.648 Maßnahmen hinzu. Das entspricht einem Zuwachs von rund 29 Prozent gegenüber dem Vorquartal.
Heizungstausch bleibt wichtigster Förderbereich
Bei den Einzelmaßnahmen an Wohngebäuden waren Anlagen zur Wärmeerzeugung mit 203.989 Maßnahmen der mit Abstand größte Bereich. Es folgten Fachplanung und Baubegleitung mit 136.164 Maßnahmen sowie Sanierungen an der Gebäudehülle mit 105.011 Maßnahmen. Maßnahmen an der Anlagentechnik außerhalb der Heizung und Heizungsoptimierungen spielten zahlenmäßig eine deutlich kleinere Rolle.
Die Auswertung unterstreicht damit die zentrale Rolle des Heizungstauschs in der aktuellen Sanierungsförderung. Beim Heizungstausch wurde der Effizienz-Bonus im ersten Halbjahr 162.515-mal ausgewiesen, gefolgt vom Klimageschwindigkeits-Bonus mit 134.630 Nennungen. Da die Boni kombinierbar sind, kann eine Maßnahme in der Statistik mehrfach auftauchen.
Auch Nichtwohngebäude: Wärmepumpe vor Biomasse
Bei Einzelmaßnahmen für Nichtwohngebäude wurden im ersten Halbjahr 3.659 Maßnahmen zur Wärmeerzeugung gezählt. Auch hier lagen Wärmepumpen vorn: 2.467 Maßnahmen beziehungsweise 67,42 Prozent entfielen auf diese Technologie. Biomasse kam auf 335 Maßnahmen, während der Aufbau oder die Erweiterung eines Gebäudenetzes mit 509 Maßnahmen einen vergleichsweise hohen Anteil erreichte.
Das BMWE weist darauf hin, dass ein Antrag beziehungsweise eine Förderzusage mehrere Maßnahmen umfassen kann. Deshalb ist die Zahl der Maßnahmen nicht unmittelbar mit der Zahl der Anträge oder Zusagen gleichzusetzen. Beim BAFA werden eingereichte Anträge ausgewertet, bei der KfW die erteilten Zusagen.
Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE), „Reporting zur BEG-Förderung für das zweite Quartal 2026“, Stand: 30. Juni 2026.
Die Reportings zum Nachlesen gibt es hier: https://www.energiewechsel.de/KAENEF/Redaktion/DE/Dossier/BEG/beg-fachinformation.html
