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Klimaresilienz: DIN reicht für Hitzeschutz nicht aus

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Was die Norm leistet – und wo sie an Grenzen stößt

Die im Mai 2025 neu aufgelegte DIN 4108-2 definiert Mindestanforderungen, um sommerliche Überhitzung in Wohn- und Nichtwohngebäuden zu begrenzen. Sie stützt sich dabei jedoch auf Klimadaten, die die tatsächliche Entwicklung der letzten Jahre – längere Hitzewellen, höhere Spitzentemperaturen, wärmere Nächte – nicht vollständig abbilden. Wer nur die Norm erfüllt, baut also für ein Klima von gestern.

Praxis-Check: Diese Stellschrauben gehen über die Norm hinaus

Für ein wirklich klimaresilientes Gebäude sollten Fachplaner und Handwerker folgende Maßnahmen in Betracht ziehen:

  1. Außenliegender Sonnenschutz mit hohem Abminderungsfaktor statt innenliegender Lösungen
  2. Verschattung planerisch mitdenken: Dachüberstände, Balkone, Vegetation
  3. Nachtauskühlung durch Fensterlüftungskonzepte und automatisierte Öffnung ermöglichen
  4. Speichermassen aktivieren – Beton- und Massivbauteile gezielt zur Pufferung nutzen
  5. Fensterflächenanteile realistisch dimensionieren, insbesondere bei Süd- und Westorientierung
  6. Aktive Kühlung (z. B. über reversible Wärmepumpen mit Flächensystemen) als sinnvolle Ergänzung, nicht als Ersatz für baulichen Hitzeschutz

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