Zeitumstellung bringt Heizzeiten aus dem Takt

In der Nacht auf Sonntag, den 25. Oktober, beginnt die Winterzeit. Die Uhren werden dann von drei auf zwei Uhr zurückgestellt. Smartphones, Laptops und Funkuhren stellen automatisch um, die Zeitschaltuhr der Heizung häufig nicht. Markus Lau, Technikexperte beim Flüssiggas Verband, sagt: „Um bedarfsgerecht zu heizen, sollten Eigentümer selbst aktiv werden und die Heizungsanlage auf Winterzeit umstellen.“ Ohne Anpassung verschieben sich die programmierten Heizzeiten um eine Stunde. Bis zur nächsten Zeitumstellung im Frühjahr passen sie dann nicht mehr zum gewohnten Tagesablauf.
Versetzte Nachtabsenkung verschiebt Heizbeginn und Absenkung
Die Nachtabsenkung reduziert nachts die Heizleistung und stellt morgens zur gewünschten Zeit wieder Wärme bereit. Lau warnt: „Ist die Nachtabsenkung nicht korrekt eingestellt, wird die Raumtemperatur zum falschen Zeitpunkt abgesenkt und wieder erhöht.“
Bleibt die Zeitschaltuhr ab dem 25. Oktober im Sommerzeit-Modus, startet die Heizung morgens eine Stunde zu früh. Statt wie gewünscht um 6:30 Uhr beginnt sie bereits um 5:30 Uhr. Am Abend fehlt diese Stunde: Die Anlage reduziert die Heizleistung eine Stunde zu früh.
Manuelle Umstellung sichert bedarfsgerechten Betrieb
Der Verband empfiehlt Eigentümern, die Nachtabsenkung nach der Zeitumstellung zu prüfen. Damit steht die Wärme weiterhin dann bereit, wenn sie gebraucht wird. Bei Bedarf sollten sie die Zeitschaltuhr manuell auf Winterzeit umstellen.
Digitale Thermostate steuern Heizzeiten raumweise
Mieter ohne Zugang zur Heizungsanlage können die Heizzeiten in einzelnen Räumen mit digitalen Thermostaten steuern. Lau erläutert: „Das Heizprofil und die gewünschten Raumtemperaturen lassen sich häufig bequem via Smartphone-App einstellen.“ Viele smarte Heizkörperthermostate stellen die Zeit automatisch um. So heizen sie die Wohnung auch nach der Zeitumstellung zu den programmierten Zeiten.
