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BDEW fordert Rechtsrahmen für schnelleren Ausbau von E-Lkw-Ladehubs

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Mit dem Positionspapier will der BDEW aufzeigen, wie die Politik den Hochlauf der Elektromobilität im Straßengüterverkehr unterstützen kann. Ziel ist ein marktgetriebener Ausbau des Ladeangebots, der zügig und kosteneffizient erfolgt. Der Fahrplan konzentriert sich auf drei Handlungsfelder: den Ausbau des öffentlichen Ladeangebots, die Rahmenbedingungen für das Depotladen und flankierende Maßnahmen, die den Betrieb von E-Lkw optimieren sollen. Den Ausgangspunkt beschreibt der BDEW positiv: Die Neuzulassungen von E-Lkw stiegen, Unternehmen investierten in leistungsfähige Ladestationen und entwickelten neue Geschäftsmodelle.

789 Lkw-Ladestandorte laut E-Trucker-App

Kerstin Andreae, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung, bewertet das heutige Ladeangebot für Logistikunternehmen, Speditionen und Lkw-Fahrende als gut. Nach Angaben der E-Trucker-App gibt es bundesweit 789 Standorte. Laut Andreae befinden sich diese strategisch an den Fahrrouten der Lkw und gewährleisten in Deutschland eine sehr gute Abdeckung des transeuropäischen Verkehrsnetzes (TEN-V).

Für den weiteren Ausbau hält Andreae vor allem verlässliche Investitionsbedingungen für entscheidend: „Die Verlässlichkeit der CO₂-Flottengrenzwertregelung für Nutzfahrzeuge ist elementar für das Vertrauen in die Investitionsbedingungen – deshalb muss sie unbedingt erhalten bleiben.“ Nach ihrer Einschätzung schafft die Regelung Planungssicherheit für E-Lkw- und Ladesäulen-Hersteller sowie für Ladesäulenbetreiber und Logistikunternehmen.

KfW soll Kredite mit höherem Risiko vergeben

Bei der Finanzierung setzt der BDEW auf KfW-Kredite und Mittel aus der Alternative Fuels Infrastructure Facility (AFIF) der EU. Die KfW soll ihre Kreditvergabekriterien so anpassen, dass sie für E-Lkw-Ladeparks auch Kredite mit höheren Risiken vergeben kann. Die AFIF hält der BDEW für ein gutes Finanzierungsinstrument, da es europaweit anwendbar und einfach zu handhaben sei.

Als großen Hebel für den Hochlauf von Lkw-Ladestandorten sieht der BDEW die Bereitstellung geeigneter Flächen. Konkret schlägt er eine Privilegierung im Außenbereich vor, außerdem eine Neuauflage und Elektrifizierung des Förderprogramms Lkw-Stellplätze. Darüber hinaus sollen Flächen der Autobahn GmbH geöffnet und geeignete Flächen in öffentlicher Hand bereitgestellt werden.

Mess- und Eichrecht praxistauglicher gestalten

Um den Ausbau weiter zu beschleunigen und die Kosten zu senken, fordert der BDEW weniger Bürokratie. Im Mittelpunkt steht dabei das Mess- und Eichrecht. Der BDEW plädiert für eine 1:1-Umsetzung der Measuring Instruments Directive, die eine Vereinheitlichung der eingesetzten Geräte in Europa vorsieht. Außerdem sollen die Landeseichbehörden die Prüfmittel für Megawatt-Charging-Systeme bereitstellen. Die Kosten für ein solches Gerät können sich laut BDEW im sechsstelligen Bereich bewegen.

Depotladepunkte für Dritte öffnen

Dem Laden auf dem eigenen Betriebsgelände misst der BDEW eine zentrale Rolle bei. Er fordert rechtliche Klarstellungen, damit Unternehmen ihre Depotladepunkte leichter für Dritte öffnen können, auch zeitweise. Ordnungsgemäß an Dritte verkaufte Ladestrommengen sollen dabei für die Treibhausgasminderungsquote anerkannt werden können. Eine dauerhafte Förderung von Netzanschlüssen im Depot soll zudem dazu beitragen, dass diese frühzeitig beauftragt werden.

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