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Hitze und Krankheit: Jeder Dritte leidet, Handwerk besonders betroffen

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Rund 30 Prozent der Menschen in Deutschland haben bereits persönlich gesundheitliche Probleme durch Hitze erlitten. Das sind 10 Prozentpunkte mehr als noch vor drei Jahren. Besonders Frauen sind betroffen: Mit 40 Prozent leiden sie fast doppelt so häufig unter hitzebedingten Beschwerden wie Männer (21 Prozent). Am stärksten betroffen ist die Altersgruppe der 30 bis 44-Jährigen (35 Prozent), ebenso Menschen in Großstädten (38 Prozent). Zu den häufigsten Symptomen zählen Abgeschlagenheit, Schlafprobleme, Kreislaufbeschwerden und Kopfschmerzen. Fünf Prozent der Betroffenen suchten deswegen einen Arzt auf. „Hitzewellen werden zunehmend zur Belastung: Wenn ein Drittel der Bevölkerung schon Gesundheitsprobleme hatte, dann muss der Hitzeschutz gerade für ältere Menschen, chronisch Kranke und Kinder verbessert werden", sagt Andreas Storm, Vorstandschef der DAK-Gesundheit.

Handwerk, Pflege und Kitas: Diese Bereiche leiden am stärksten

89 Prozent der Befragten sehen Berufe mit schwerer körperlicher Arbeit wie Handwerk, Bau und Produktion als besonders von Hitzewellen betroffen. Dicht dahinter folgt der Pflegebereich mit 86 Prozent sowie der Krankenhausbereich. Auch Schulen und Kindergärten werden zunehmend als hitzebelastet wahrgenommen: 58 Prozent der Befragten sehen sie als stark eingeschränkt. Im Vorjahr waren es noch 49 Prozent.

Hitzeschutz: Drei Viertel der Deutschen sehen dringenden Handlungsbedarf

72 Prozent der Befragten halten die bislang unternommenen Hitzeschutzmaßnahmen für nicht ausreichend. Bei jungen Menschen zwischen 18 und 29 Jahren sind es sogar 82 Prozent. Gleichzeitig wächst die Sorge vor Extremwetter: 40 Prozent machen sich große Sorgen, 22 Prozent sogar sehr große. Besonders betroffen zeigen sich junge Erwachsene (37 Prozent) sowie Bewohnerinnen und Bewohner von Großstädten ab 500.000 Einwohnern (29 Prozent).
„Es ist alarmierend, wenn die große Mehrheit der Menschen Sorge vor dem Extremwetter hat und die aktuellen Maßnahmen nicht ausreichend findet. Deshalb müssen Bund, Länder und Kommunen verstärkt an ihren Hitzeschutzplänen arbeiten", fordert DAK-Chef Andreas Storm.

Gut informiert, aber zu wenig geschützt

Trotz wachsender Belastung fühlen sich 94 Prozent der Befragten gut informiert und wissen, wie sie sich persönlich vor den gesundheitlichen Folgen von Hitze schützen können. Dennoch bleibt die Lücke zwischen individuellem Wissen und strukturellem Schutz groß. Nur fünf Prozent der Betroffenen suchten wegen hitzebedingter Beschwerden einen Arzt auf.

DAK fordert: Bund, Länder und Kommunen müssen Hitzeschutzpläne ausbauen

Die Ergebnisse des DAK-Hitzereports machen den politischen Handlungsbedarf deutlich. DAK-Vorstandschef Andreas Storm appelliert an alle politischen Ebenen, Hitzeschutzpläne konsequent weiterzuentwickeln und besonders vulnerable Gruppen wie ältere Menschen, Kinder und chronisch Kranke stärker in den Blick zu nehmen. Grundlage des Reports ist eine repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag der DAK-Gesundheit.

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