Kriechende Nässe in Wänden erkennen: Selbst-Checks und effektive Sanierungsmethoden
Erst kriecht es. Dann riecht es. Dann bröckelt es – und dann wird es teuer: Viele Hausbesitzer werden erst stutzig, wenn sich ein muffiger Geruch verbreitet oder der Putz von der Wand fällt. Aufsteigende Feuchtigkeit wandert oft über Monate oder gar Jahre unbemerkt durch mikroskopisch kleine Poren (Kapillaren) die Wände hoch. Wer das Problem ignoriert oder oberflächlich kaschiert, riskiert eine Kettenreaktion an unangenehmen Konsequenzen: von verminderter Wohnqualität und gefährlichem Schimmelpilz bis zu explodierenden Heiz- und Instandsetzungskosten.
„In der unsichtbaren Phase steigt die Feuchtigkeit unbemerkt im Mauerkern auf. In der sensorischen Phase macht sich ein muffiger Geruch breit, das Raumklima verschlechtert sich spürbar. Sichtbar werden Schäden wie Flecken, abblätternde Anstriche, Schimmel oder Salzränder erst in der optischen Phase,“ erklärt Bautenschutz-Experte Anton Schuster von Veinal die drei typischen Entwicklungsstufen bis hin zum massiven Bauschaden. „Spätestens in diesem Stadium besteht akuter Handlungsbedarf. Um die Kettenreaktion an Folgeschäden zu stoppen, müssen wir dem Wasser durch Einziehen einer lückenlosen nachträglichen Horizontalsperre den Weg abschneiden.“
Ältere Häuser sind besonders gefährdet
Bei Altbauten ist das Risiko naturgemäß erheblich höher. Denn vor 1945 erbaute Häuser besitzen oft gar keine mechanische Absperrung gegen Feuchtigkeit aus dem Erdreich. Bei Nachkriegsbauten (1950er und 1960er Jahre) sind die damals als Sperrschicht üblichen Teerpapiere oder Teerpappen nach Jahrzehnten oft brüchig und wirkungslos. Sogar bei bis in die 1980er-Jahre errichteten Gebäuden können gealterte Abdichtungen dazu führen, dass das Mauerwerk wie ein Schwamm Wasser nach oben saugt.
Selbst-Checks für zwischendurch
Besitzer älterer Immobilien sollten die Wände im Erd- und Kellergeschoss immer im Auge behalten. Oft ist ein muffiger Geruch ein erstes Warnsignal. Doch wer sich nicht auf seinen Geruchssinn verlassen möchte und kein elektronisches Messgerät hat, kann sich fürs Erste auch mit einfachen Mitteln wie dem Handrückentest einen Eindruck verschaffen: Fühlt sich die Wand kalt und klamm an, liegt der Verdacht nahe.
Ein Löschpapier-Test zeigt, ob der Putz im unteren Wandbereich aktiv Nässe zieht. Auch der Folientest liefert Hinweise. Bilden sich an der Wandseite unter einer rundum mit Klebeband luftdicht fixierten Klarsichtfolie nach 24 Stunden Wassertropfen, drückt die Nässe aus dem Mauerwerk. Wichtig: Diese Tests dienen nur als erste Orientierung. Um Fehleinschätzungen zu vermeiden, sollte im Verdachtsfall immer ein Experte für eine exakte Schadensanalyse hinzugezogen werden, insbesondere zur Abklärung von Mauerfeuchte oder Kondensatbildung.
Trockenlegung ohne Aufstemmen und Aufgraben
Bestätigt sich der Verdacht, bietet das Veinal-System eine minimalinvasive Lösung ohne Aufstemmen der Mauern und aufwendige Erdarbeiten. Über präzise Bohrlochinjektionen wird eine hoch kriechfähige Silikonharzlösung direkt ins Mauerwerk injiziert. Das Material breitet sich in den feinen Kapillaren aus, reagiert mit der Feuchtigkeit und bildet eine unverrottbare Barriere für das Wasser aus.
Die hohe Wirksamkeit des Veinal-Verfahrens ist offiziell durch das WTA-Zertifikat mit Prüfbericht für Injektionsstoffe bestätigt. Unabhängige Prüfungen, unter anderem durch das Amt für Materialprüfung der TU München, bescheinigen dem System eine nachgewiesene Wirksamkeit von nahezu 100 Prozent. Untermauert wird diese wissenschaftlich bestätigte Qualität durch eine 20-jährige Herstellergarantie auf die eingebaute Horizontalsperre.
Das Fachportal für die Gebäudetechnik
