Trinkwassermonitor: Wasserhärte schwankt in Deutschland regional stark

Das Datenportal Trinkwassermonitor hat die veröffentlichten Prüfberichte der Wasserversorger für 738 Orte in allen 16 Bundesländern ausgewertet. 719 Orte haben eine Härteangabe. Davon liegen 223 im Härtebereich „hart“ mit über 14 Grad deutscher Härte (°dH). 278 Orte fallen in den Bereich „mittel“, 218 in den Bereich „weich“.
Gestein bestimmt die Härte in den Bundesländern
Zwischen den Ländern zeigen sich große Unterschiede. In Mecklenburg-Vorpommern ist das Wasser in 79 Prozent der ausgewerteten Orte hart, in Bayern in 64 Prozent und in Thüringen in 61 Prozent. In Sachsen ist es dagegen in 92 Prozent der Orte weich, in Niedersachsen in 81 Prozent.
Die Ursache ist vor allem das Gestein, durch das das Grundwasser fließt. Wo Versorger Talsperren- oder Seewasser nutzen, ist das Wasser meist weich.
Albertshofen führt die Härteskala an
Das härteste Wasser weisen die Prüfberichte für Albertshofen in Bayern mit 34,1 °dH aus. Es folgen Bütow in Mecklenburg-Vorpommern mit 32,8 °dH und Bad Sooden-Allendorf in Hessen mit 29,4 °dH.
In keinem der ausgewerteten Orte liegt der Nitratwert über dem Grenzwert von 50 Milligramm pro Liter. Für die Summe der 20 per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen (PFAS) gilt seit dem 12. Januar 2026 ein Grenzwert von 0,1 Mikrogramm pro Liter. Für 134 Orte nennen die Berichte bereits einen Wert. Keiner davon liegt über dem Grenzwert.
Härte betrifft Geräte und Leitungen
Hartes Wasser ist kein Gesundheitsrisiko. Es führt zu Kalk in Geräten und Leitungen. Den Härtebereich nennt auch die Wasserrechnung. Die Werte gelten für das Wasser ab Wasserwerk, nicht für die Leitungen in einem Haus.
Jede Zahl stammt aus dem veröffentlichten Prüfbericht des jeweiligen Wasserversorgers. Auf trinkwassermonitor.ink steht sie mit Quelle und Messdatum. Trinkwassermonitor misst nicht selbst und schätzt keine Werte. Fehlt ein Wert im Bericht, bleibt das Feld leer. Die Berichte stammen aus den Jahren 2021 bis 2026.

